Betriebshofwartgebäude

Der in die Jahre gekommene Straßenbahnbetriebshof in Rothensee wird durch einen modernen Neubau ersetzt.

Nicht nur eine neue Abstellhalle für die Straßenbahnflotte entsteht. Auch die neue zentrale Hauptwerkstatt wird elementarer Bestandteil des neuen Betriebshofs sein und die bisher in Magdeburg – Sudenburg und Magdeburg – Brückfeld beheimaten Arbeitsfelder an einem Standort integrieren. Auch das MVB-Zentrallager wird zum neuen Betriebshof gehören.
Im Rahmen des Neubaus entstehen weiterhin ein zentrales Gebäude für die Betriebshofsteuerung und den Fahrdienst sowie ein neuer Abfallhof mit Trennsammelstelle.

Der neue Betriebshof Nord wird Heimat für 59 Niederflurstraßenbahnen sein. Die Hauptwerkstatt ist für die Gesamtkapazität von 117 Fahrzeugen ausgelegt.

Das Projekt wird auf dem MVB-Gelände im Stadtteil Rothensee umgesetzt.
Um den Bau vor künftigen Hochwassern zu schützen, muss das gesamte Gelände um durchschnittlich zwei Meter aufgeschüttet werden. Neben dieser, wartet das Projekt mit einer weiteren Herausforderung auf: Der Bau unter laufendem Straßenbahnbetrieb. Während der Neubau entsteht, muss der alte Betriebshof weiterhin genutzt werden können, da hier zwei Drittel aller Magdeburger Straßenbahnen beheimatet sind.

Geplant wird mit einer Gesamtinvestitionssumme von mind. 110 Millionen Euro. Mehr als 50 Millionen Euro werden dabei über verschiedene Fördertöpfe des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

Baufortschritt – Stand Januar 2022:

Startschuss für eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB): Mit dem offiziellen Spatenstich für den Neubau des Straßenbahnbetriebshofs Nord haben wir den Bau gestartet. Eine Abstellhalle, eine neue moderne Werkstatt für die Straßenbahnfahrzeugflotte inklusive Verwaltungs- und Fahrdienstgebäude, ein zentraler Recyclinghof sowie umfangreiche Verkehrsanlagen werden am August-Bebel-Damm bis 2026 entstehen.

Spatenstich zum Neubau des MVB-Betriebshofes Nord
Der in die Jahre gekommene Straßenbahnbetriebshof in Rothensee wird durch einen modernen Neubau ersetzt. Den Startschuss für den Bau gaben Thomas Webel, Verkehrsminister des Landes Sachsen-Anhalt, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper, sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der MVB, Klaus Zimmermann, gemeinsam mit MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel am heutigen Montag, den 6. September 2021.

„Der neue Betriebshof Nord wird den bisherigen Betriebshof inklusive Werkstätten an gleicher Stelle ersetzen. Es ist eines der größten Projekte der MVB und enorm wichtig für die Zukunft des städtischen Nahverkehrs in Magdeburg“, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel. Der alte Baukörper aus den 1970er-Jahren ist nicht nur zusehends veraltet, sondern wurde zudem auch noch beim Elbehochwasser 2013 stark beschädigt. Eine Modernisierung kam daher nicht mehr in Frage.

„Mit dem Neubau wird der städtische ÖPNV in Magdeburg gestärkt. Zu einem attraktiven Nahverkehr, der für alle Bürgerinnen und Bürger da ist, gehören nicht nur moderne Fahrzeuge, sondern auch moderne Anlagen, in denen diese gewartet, repariert und instandgehalten werden können. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt daher mit Fördermitteln diesen wichtigen Neubau“,
sagt Verkehrsminister Thomas Webel.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper erinnerte an die Hochwasserkatastrophe von 2013, die das Projekt maßgeblich beeinflusste: „Die Pläne für den Neubau wurden durch das Elbehochwasser bestimmt, da die zunächst beabsichtigte Modernisierung nicht mehr umgesetzt werden konnte. Mit dem nun begonnenen Neubau entsteht einer der modernsten Straßenbahnbetriebshöfe in Europa im Magdeburger Industrie- und Gewerbegebiet Rothensee. Der neue Betriebshof wird hochwassersicher gebaut und damit künftigen Naturereignissen gewachsen sein.“

Der Aufsichtsratsvorsitzende der MVB, Klaus Zimmermann, hob beim Spatenstich vor allem die verbesserten Arbeitsbedingungen hervor: „Dank des Neubaus werden viele Neuerungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Einzug halten, die das Arbeiten erleichtern werden. Die neue Hauptwerkstatt wird die Instandhaltung der Fahrzeugflotte auch in der Zukunft absichern und ist sowohl auf die Bestandsfahrzeuge als auch auf die neue Straßenbahngeneration abgestimmt“.

Das Bauprojekt

Der neue Betriebshof wird auf dem MVB-Gelände im Stadtteil Rothensee entstehen. Um den Bau vor künftigen Hochwassern zu schützen, muss das gesamte Gelände um durchschnittlich zwei Meter angehoben werden. Neben diesem Aufwand wartet das Projekt mit einer weiteren Herausforderung auf: Der Bau muss und wird unter Aufrechterhaltung des Straßenbahn- und Werkstattbetriebs stattfinden. Während also der Neubau phasenweise entsteht, muss der alte Betriebshof weiterhin genutzt werden können, da hier zwei Drittel aller Magdeburger Straßenbahnen beheimatet sind.

Nicht nur eine neue Abstellhalle, die die Straßenbahnflotte vor jeder Witterung schützt und in der der nachts Servicearbeiten wie z. B. die Fahrzeuginnenreinigung stattfinden, entsteht, auch die neue zentrale Hauptwerkstatt wird ein elementarer Bestandteil des neuen Betriebshofs sein und die bisher in Magdeburg-Sudenburg und Magdeburg-Brückfeld beheimaten Arbeitsfelder an einem einzigen Standort integrieren. Weiterhin gehört ein neues Zentrallager inklusive MVB-Logistikzentrum zum neuen Betriebshof.
Im Rahmen des Neubaus entstehen weiterhin ein zentrales Gebäude für die Betriebshofsteuerung und den Fahrdienst sowie ein neuer Abfallhof mit Trennsammelstelle.

Der neue Betriebshof Nord wird Heimat für 59 Niederflurstraßenbahnen sein. Die Hauptwerkstatt ist für die Gesamtkapazität von 117 Fahrzeugen ausgelegt.

Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei 110 Millionen Euro. Der Bund fördert den Neubau mit 24 Millionen Euro aus dem Hochwasserfonds Aufbauhilfe. Das Land Sachsen-Anhalt steuert 16,5 Millionen Euro Fördermittel bei und die Landeshauptstadt Magdeburg als Aufgabenträger für den ÖPNV gibt ebenfalls 10 Millionen Euro Fördermittel dazu.

Die einzelnen Leistungen zum Bau des Betriebshofs müssen europaweit ausgeschrieben werden. „Zwar ist der Neubau ein millionenschweres Projekt, jedoch werden wir die verschiedenen Leistungen kleinteilig in ca. 80 Vergabelosen ausschreiben, damit sich auch mittelständische Unternehmen daran beteiligen können“, erläutert Frank Rathsack und fährt fort: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die regionale Wertschöpfung zu fördern und somit viele Arbeitsplätze in der Region langfristig zu sichern.“ Der Betriebshofneubau biete damit eine besondere Chance, so der Projektleiter.

Der weitere Zeitplan

Mit der Baufeldfreimachung wurde bereits im Frühjahr begonnen. Nun beginnt der Bau der neuen Abstellhalle. Dafür muss das Gelände um zwei Meter aufgeschüttet werden. Insgesamt wird sich der Bau über mehreren Phasen bis weit in das Jahr 2026 erstrecken. Restarbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden. Wir realisieren somit zeitgleich die Beschaffung neuer Fahrzeuggenerationen inklusive umfangreicher Streckenneubauten und die Errichtung einer neuen hochmodernen Betriebswerkstatt.

Ein wichtiger Meilenstein für eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) ist erreicht: Für den Neubau des Straßenbahnbetriebshofs Nord haben wir Baurecht erhalten. Der Start der Realisierung des 110 Millionen Euro-Projekts steht damit kurz bevor.
v.l. Frank Rathsack, MVB-Abteilungsleiter Fahrzeugtechnik; Andrea Scheerenberg, Leiterin der Planfeststellungsbehörde in Magdeburg; Lars Kersten, MVB-Abteilungsleiter Einkauf und MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel

Nach Ablauf der Klagefrist steht fest, dass wir für den neuen, geplanten Straßenbahnbetriebshof Baurecht haben. „Der neue Betriebshof Nord soll den bisherigen Betriebshof inklusive Werkstätten an gleicher Stelle ersetzen. Es ist eines der größten Projekte der MVB und enorm wichtig für die Zukunft des städtischen Nahverkehrs in Magdeburg“, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel. Der alte Baukörper aus den 1970er-Jahren ist nicht nur zusehends in die Jahre gekommen, sondern wurde zudem beim Elbehochwasser 2013 stark beschädigt. Eine Modernisierung kam daher nicht mehr in Frage.

Im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens konnte das Baurecht für das Millionenprojekt erlangt werden. Gestartet war es im Herbst 2018. Andrea Scheerenberg, Leiterin der Planfeststellungsbehörde in Magdeburg war die Herrin des Verfahrens. Über 30.000 Seiten Papier und Pläne mussten gesichtet und bewertet werden. „Ein so umfangreiches Projekt in dieser kurzen Zeit zum Erfolg zu bringen ist etwas Besonderes. Dies war nur aufgrund der effektiven Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie des guten Projektmanagements möglich“, erklärt Andrea Scheerenberg. Schwerpunkte des Planfeststellungsverfahrens waren die Berücksichtigung naturschutzrechtlicher und wasserrechtlicher Belange. Dazu wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Darüber hinaus war in das Planfeststellungsverfahren das Baugenehmigungsverfahren integriert, in dem umfangreiche bautechnische Fragen und Brandschutzbelange zu klären waren.

Frank Rathsack, Abteilungsleiter Fahrzeugtechnik bei der MVB und Projektleiter für den Betriebshofsneubau, freut sich: „Mit dem Planfeststellungsbeschluss für den neuen Betriebshof Nord kommen wir einen entscheidenden Schritt weiter und können nun mit vorbereitenden Arbeiten für die zukünftigen Baukörper beginnen. Einen herzlichen Dank an die Behörde und insbesondere an Andrea Scheerenberg für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.“

Lageplan des neuen Betriebshofes Nord

Das Bauprojekt

Der neue Betriebshof wird auf dem MVB-Gelände im Stadtteil Rothensee entstehen. Um den Bau vor künftigen Hochwassern zu schützen, muss das gesamte Gelände um durchschnittlich zwei Meter aufgeschüttet werden. Neben dieser, wartet das Projekt mit einer weiteren Herausforderung auf: Der Bau unter laufendem Straßenbahnbetrieb. Während der Neubau entsteht, muss der alte Betriebshof weiterhin genutzt werden können, da hier zwei Drittel aller Magdeburger Straßenbahnen beheimatet sind.

Nicht nur eine neue Abstellhalle für die Straßenbahnflotte entsteht. Auch die neue zentrale Hauptwerkstatt wird elementarer Bestandteil des neuen Betriebshofs sein und die bisher in Magdeburg – Sudenburg und Magdeburg – Brückfeld beheimaten Arbeitsfelder an einem Standort integrieren. Auch das MVB-Zentrallager wird zum neuen Betriebshof gehören.
Im Rahmen des Neubaus entstehen weiterhin ein zentrales Gebäude für die Betriebshofsteuerung und den Fahrdienst sowie ein neuer Abfallhof mit Trennsammelstelle.

Der neue Betriebshof Nord wird Heimat für 59 Niederflurstraßenbahnen sein. Die Hauptwerkstatt ist für die Gesamtkapazität von 117 Fahrzeugen ausgelegt.

Wir gehen aktuell von einer Gesamtinvestitionssumme von mind. 110 Millionen Euro aus. Mehr als 50 Millionen Euro werden dabei über verschiedene Fördertöpfe des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

Die einzelnen Leistungen zum Bau des Betriebshofs müssen europaweit ausgeschrieben werden. „Zwar ist der Neubau ein millionenschweres Projekt, jedoch werden wir die verschiedenen Leistungen kleinteilig in ca. 80 Vergabelosen ausschreiben, damit sich auch mittelständische Unternehmen daran beteiligen können“, erläutert Frank Rathsack und fährt fort: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die regionale Wertschöpfung zu fördern und somit viele Arbeitsplätze in der Region langfristig zu sichern.“ Der Betriebshofneubau biete damit eine besondere Chance, so der Projektleiter.

Der weitere Zeitplan

Im ersten Quartal 2021 wurde bereits mit der Baufeldfreimachung auf dem MVB-Gelände in Rothensee begonnen. Der Baustart für die neue Abstellhalle ist in der zweiten Jahreshälfte 2021 geplant. Insgesamt wird sich der Bau über mehreren Phasen bis weit in das Jahr 2026 erstrecken. Restarbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden.

Das Projekt wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt: