Vorbereitung des Verkehrsverbundes: marego.- Magdeburger RegionalverkehrsverbundNews

Vorbereitung des Verkehrsverbundes: marego.- Magdeburger Regionalverkehrsverbund

Bus in Magdeburg (Foto: Andreas Gürtler)     In den letzten Monaten wurde verschiedentlich von der Vorbereitung eines Verkehrsverbundes für die Region Magdeburg berichtet. Hiermit möchten die beteiligten Verkehrsunternehmen über die bisherigen Arbeiten und die zukünftigen Planungen informieren.

Die Verkehrsunternehmen der Region Magdeburg arbeiten schon seit vielen Jahren gemeinsam daran, ihren Fahrgästen einen attraktiven ÖPNV anzubieten. Die Idee der Gründung eines Verkehrsverbundes rückte dabei immer stärker in den Vordergrund. Für den Kunden ist dies äußerst attraktiv, weil er auch über die Grenzen zwischen den einzelnen Verkehrsträgern und -unternehmen hinaus mit nur einem Ticket fahren kann.

Ein Vorläufer ist der MUM-Tarif, der mit Ausnahme des Einzelfahrscheins für alle gebräuchlichen Fahrausweisarten angeboten wird.
Gemeinsames Ziel ist es, dass ab dem Jahr 2010 auch in der Region Magdeburg der Grundsatz – ein Tarif, ein Fahrschein, ein Fahrplan – gelten soll. Die Verkehrsunternehmen der Region stehen hierfür im Interesse ihrer Fahrgäste.
Bereits im Oktober 2004 bekannten sich das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt (MLV), die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise der Region dazu, die bisherige Kooperation im Nahverkehr in einen Verkehrsverbund zu überführen. Für die Vorbereitungsarbeiten wurde eine Projektgruppe bei der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH ins Leben gerufen, welche in den Jahren 2005 und 2006 erste Vorbereitungsarbeiten leistete. In diesem Rahmen wurde unter anderem eine umfangreiche Verkehrserhebung durchgeführt. Hierauf aufbauend wurden die Grundzüge eines möglichen Verbundtarifes entwickelt und mit den beteiligten Verkehrsunternehmen und Gebietskörperschaften intensiv diskutiert. Während in die ersten Untersuchungen noch die Altmark, der Harz und Anhalt mit einbezogen wurden, beschränkten sich die weiteren Untersuchungen ab Mitte 2006 auf die Landeshauptstadt und die sie umgebenden Landkreise Börde, Jerichower Land und Salzlandkreis. Die Verkehrserhebungen ergaben, dass auf Grund der Verflechtungen zwischen der Region Magdeburg und den entfernteren Regionen die Planung einer so genannten großen Verbundlösung vorerst nicht sinnvoll wäre.

Ab Anfang 2007 wurde zwischen dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, den beteiligten Gebietskörperschaften und den Verkehrsunternehmen die Organisationsform eines möglichen Verkehrsverbundes intensiv diskutiert. Hierbei wurden insbesondere die Erfahrungen aus anderen Verkehrsverbünden Deutschlands genutzt. Im Ergebnis wurde im Juni 2008 vom MLV und den Gebietskörperschaften übereinstimmend befunden, dass der Verkehrsverbund der Region Magdeburg als Unternehmensverbund organisiert sein soll. Dies bedeutet u.a., dass die Verkehrsunternehmen der Region Träger der Verbundgesellschaft sind. Folgende Verkehrsunternehmen der Region, arbeiten seit vielen Jahren zusammen und bieten in diesem Kontext den bereits den oben erwähnten Magdeburger-Umland-Tarif (MUM) an:

  • DB Regio AG, Region Südost, Verkehrsbetrieb Elbe-Saale, Magdeburg;
  • Kraftverkehrsgesellschaft BÖRDE-BUS mbH, Oschersleben;
  • Kreisverkehrsgesellschaft Bernburg – KVG mbh, Bernburg;
  • Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land mbH, Burg;
  • Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH, Magdeburg;
  • OhreBus Verkehrsgesellschaft mbH, Vahldorf;
  • Personennahverkehr GmbH Staßfurt;
  • Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH, Halberstadt (HEX) und
  • VGS Verkehrsgesellschaft Südharz mbH, Hettstedt.

Die Ziele, welche mit der Schaffung eines Verkehrsverbundes in der Region Magdeburg im Interesse der Fahrgäste erreicht werden sollen, sind unter anderem:
Ø gemeinsamer Tarif und somit gemeinsame Fahrscheine aller Verkehrsunternehmen für alle Verkehrsmittel – Eisenbahn, Straßenbahn und Bus – der Region;
Ø noch besser auf einander abgestimmte Verkehrsangebote;
Ø gemeinsame Vermarktung aller Angebote im öffentlichen Personennahverkehr.

In den letzten Monaten haben nun die Verkehrsunternehmen die Vorbereitungsarbeiten weiter intensiviert. So wurden z.B. die notwendigen Investitionen für den gemeinsamen Fahrscheinvertrieb analysiert.
Im Jahr 2009 soll, als Vorlauforganisation der Verbundgesellschaft, ein Vorbereitungsbüro seine Arbeit in Magdeburg aufnehmen. Dieses soll unter anderem die finanziellen Mehraufwendungen, welche durch Einführung des gemeinsamen Tarifes entstehen, konkret berechnen.

Weiterhin soll das Vorbereitungsbüro die Vertragswerke, welche zwischen allen beteiligten Partnern erforderlich sind, herstellen und einer Prüfung zuführen.
Über den Ausgleich verbundbedingter Belastungen werden derzeit Verhandlungen zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und den Verkehrsunternehmen der Region geführt.

Veröffentlicht am 19.12.2008.

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