Tarifverhandlungen: Bus-Tochter der MVB bestreiktNews

Tarifverhandlungen: Bus-Tochter der MVB bestreikt

Ulf Kazubke, Geschäftsführer der MVG Die Gewerkschaft ver.di hat heute, am 22. Januar 2016 im Zeitraum von 04.45 Uhr bis 08.30 Uhr die Magdeburger Verkehrsgesellschaft mbH (MVG), ein Tochterunternehmen der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB), bestreikt. Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen.

Derzeit befinden sich die Geschäftsführung der MVG und die Gewerkschaft ver.di in Verhandlungen über den Haustarifvertrag der MVG.
Nach der letzten Verhandlungsrunde am 21. Januar hat ver.di die Gespräche unterbrochen und die Mitarbeiter der MVG zu einem knapp vierstündigen Warnstreik aufgerufen.

Die Gewerkschaft fordert für die Mitarbeiter der MVG die Übernahme des Tarifvertrags Nahverkehr Sachsen-Anhalt, der auch bei der Muttergesellschaft MVB gültig ist.
Ulf Kazubke ist Geschäftsführer der MVG und sagt: „Aus betriebswirtschaftlichen und betriebsablauftechnischen Gründen ist diese Forderung kurz und mittelfristig nicht umsetzbar. Wir haben der Gewerkschaft aber ein Gegenangebot unterbreitet, das eine Lohnsteigerung von insgesamt 20 %, gestaffelt über drei Jahre, vorsieht.“

Nach dem Streik zeigten sich beide Parteien weiter gesprächsbereit. „Wir haben ver.di aufgefordert, zurück an den Verhandlungstisch zu kommen. Weitere Streiks soll es vorerst nicht geben“, so Ulf Kazubke.

Der Warnstreik hatte Auswirkungen auf den Busbetrieb der MVB. Die MVG fährt im Auftrag der MVB fast die Hälfte der gesamten Busleistung im Linienverkehr. Es kam somit auf allen Buslinien der MVB zu Fahrtausfällen, die nicht durch die MVB kompensiert werden konnten.

Die MVB bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten für ihre Fahrgäste sehr.

Veröffentlicht am 22.01.2016.

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