Stadträte nehmen im Fahrschulwagen PlatzNews

Stadträte nehmen im Fahrschulwagen Platz

v.l.n.r.: Matthias Gehrmann (BI Olvenstedt), Sebastian Wolf (MVB), Birgit Münster-Rendel (MVB), Bernd Reppin (CDU), Wigbert Schwenke (CDU)Auf eine Fahrt der besonderen Art hat die MVB Vertreter der Magdeburger Stadtratsfraktionen eingeladen. Im Straßenbahnfahrschulwagen konnte nicht nur die Sichtweise eines Straßenbahnfahrers näher gebracht werden, sondern auch Konfliktpunkte im Straßenverkehr aufgezeigt werden.

Die Stadträte Wigbert Schwenke, Manuel Ruppsch, Bernd Reppin (alle CDU-Fraktion) sowie Hugo Boeck (Fraktion LINKS für Magdeburg) und Matthias Gehrmann (Bürgerinitiative Olvenstedt) folgten der Einladung der MVB und unternahmen eine Tour mit der Straßenbahnfahrschule.

„Mit der Fahrt wollen wir den Stadträten die Belange der Straßenbahnfahrer und unserer Fahrgäste näher bringen“, erläutert MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel. Bei der Tour vom Alten Markt bis nach Olvenstedt konnten so neuralgische Punkte im Straßenverkehr passiert und in Augenschein genommen werden.

In der Otto-von-Guericke-Straße wurde deutlich, warum eine störungsfreie Fahrt für eine Straßenbahn mit dutzenden Fahrgästen an Bord nur möglich ist, wenn Autoverkehr und Straßenbahnverkehr voneinander getrennt werden. „Hier haben wir im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Landeshauptstadt gute Fortschritte erzielt, indem an zahlreichen Stellen die Linksabbieger von den Gleisen genommen wurden, damit die Straßenbahnen zügiger voran kommen“, berichtet Münster-Rendel.
Anders sieht das Bild in der Hallischen Straße aus: Autos und Straßenbahn teilen sich die Fahrspuren, sodass es gerade im Berufsverkehr zu Stauerscheinungen und Verzögerungen im Linienverkehr kommt.

Als weiteren wichtigen Punkt wurde im Wohngebiet Olvenstedt, hier ist die Strecke vollständig auf Stadtbahnniveau ausgebaut, der Fußgängerüberweg am Olvenstedter Scheid in Augenschein genommen. Viele Bürger wünschen sich für diesen, in einer überhöhten Kurve liegenden, Überweg eine zusätzliche Sicherung durch eine Ampel. Während der Fahrt mit dem Fahrschulwagen konnte durch die MVB aber deutlich gemacht werden, dass dies nicht unbedingt notwendig ist. Durch den erfolgten großzügigen Zuschnitt der Büsche links und rechts der Trasse ist der Überweg für die Straßenbahnfahrer sehr gut einsehbar, sodass Fußgänger frühzeitig erkannt werden können. Zudem ist an dieser Stelle die Geschwindigkeit der Straßenbahnen auf 30 km/h begrenzt und zusätzlich „klingeln“ die Bahnen beim Herannahen an den Überweg, um Passanten zu warnen. Während der Fahrt wurde zudem zum Test eine Notbremsung eingeleitet, um zu verdeutlichen, dass ein Anhalten bei Einhaltung aller rechtzeitig möglich ist.

Matthias Gehrmann von der Bürgerinitiative Olvenstedt zeigte sich nach der Fahrt überzeugt und will seine Erfahrungen an die Bürger weitergeben.
Fahrschulwagen am Überweg in Olvenstedt

Bei der Fahrt wurde für alle deutlich, welche große Leistung die Fahrerinnen und Fahrer der MVB jeden Tag erbringen. Sie behalten nicht nur in stressigen und brenzligen Situationen einen kühlen Kopf, sondern verhindern durch ihre vorausschauende Fahrweise auch zahlreiche Unfälle am Tag. „Auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön meinerseits an alle Kolleginnen und Kollegen des Fahrdienstes“, sagt Birgit Münster-Rendel.

Veröffentlicht am 25.05.2018.

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