Neue Welle von Vandalismus bei der MVBNews

Neue Welle von Vandalismus bei der MVB

Zerstörte Scheiben einer Straßenbahn.Wir sehen uns einer neuen Vandalismuswelle ausgesetzt. Zielscheibe sind vermehrt Straßenbahnen.
Vor allem im Bereich Neustädter See kam es seit dem vergangenen Wochenende zu mehreren Fällen von Vandalismus an den MVB-Straßenbahnen. Zielscheibe der unbekannten Vandalen waren dabei immer wieder die Fensterscheiben der Straßenbahnen, die mit Gegenständen beworfen wurden und dadurch zu Bruch gingen.

Insgesamt vier Straßenbahnen und ein Beiwagen wurden am Wochenende (21. November 2015), am Montag (23. November 2015) und am Dienstag (24. November 2015) teilweise entglast. Bis zu fünf Fensterscheiben pro Straßenbahn gingen zu Bruch. Betroffen waren Bahnen der Linien 8 und 9. In einem Fall konnte die Polizei einen Täter stellen.

Die Kosten für die Reparatur belaufen sich pro Straßenbahn auf ca. 4.000 Euro. Da die betroffenen Straßenbahnen nach der Zerstörung der Fensterscheiben sofort aus dem Verkehr gezogen werden müssen, kommt es unweigerlich auch zu kurzfristigen Ausfällen im Fahrplan. „Das ist mehr als ärgerlich und sehr frustrierend. Ich bin entsetzt über diese blinde Zerstörungswut“, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

Für die Reparatur der Bahnen werden zwei Tage Zeit benötigt, da die Materialien aushärten müssen. „Nach den vielen Vandalismusfällen gehen uns aber die Ersatz-Fensterscheiben aus. Sollten jetzt weitere Fälle dazu kommen, würden uns die Bahnen mindestens für die nächsten acht Wochen im täglichen Betrieb fehlen, da die Lieferzeiten so lang sind“ so Frau Münster-Rendel. Nachbestellt wurde schon.

Ein weiteres Ärgernis: Seit geraumer Zeit werden immer wieder Feuerlöscher aus den Straßenbahnbeiwagen entwendet. Zwar sind hier die Schäden weniger kostenintensiv, jedoch müssen auch hier die Bahnen aus Sicherheitsgründen sofort aus dem Verkehr gezogen werden – was ebenfalls zu unnötigen Ausfällen führt.

Wir bitten Zeugen, die Hinweise zu den Taten geben können, sich umgehend bei der örtlichen Polizei zu melden.

Veröffentlicht am 25.11.2015.

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