Graffiti schmücken MVB-Haltestelle: Jugendliche gestalten neues Wartehaus im Magdeburger NordenNews

Graffiti schmücken MVB-Haltestelle: Jugendliche gestalten neues Wartehaus im Magdeburger Norden

(v.l.n.r.): Künstler Pawel Lickas, die Jugendlichen mit Mundschutz und Spraydosen, Mandy Trampe (Projektleiterin Outlaw gGmbH), Tim Stein (Pressesprecher MVB) und Torsten König (Streetworker Magdeburger Jugendamt)Zwölf junge Graffiti-KünstlerInnen der Outlaw Kinder- und Jugendhilfe gGmbH präsentierten heute gemeinsam mit VertreterInnen der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) die neu gestaltete MVB-Haltestelle “Neustädter See”. Unter dem Motto “Der Magdeburger Norden zeigt Farbe” besprayten die Jugendlichen seit Montag das Wartehäuschen mit künstlerischen Graffiti-Motiven. Das Kooperationsprojekt gehört zum Programm “JUGEND STÄRKEN im Quartier” für SchulvermeiderInnen und wird durch die Landeshauptstadt Magdeburg gefördert sowie koordiniert.

“Mit dem Graffiti-Projekt wollen wir den Jugendlichen die Gelegenheit geben, den eigenen Sozialraum kreativ und aktiv mitzugestalten und sich mehr mit dem Stadtteil zu identifizieren”, beschreibt Mandy Trampe, Projektleiterin der Outlaw gGmbH, die Inhalte des Mikroprojekts. “Unser Ziel ist, den Jugendlichen einerseits handwerkliche Fähigkeiten zur kreativen Gestaltung zu vermitteln. Andererseits trainieren die jungen Menschen soziale Kompetenzen wie Eigenständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit.”

Die MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel ist begeistert: “Wir freuen uns über die Einsatzbereitschaft der jungen Menschen und erhoffen uns von dem Projekt illegalem Graffiti an der Haltestelle vorbeugen zu können. Vielleicht hat ja sogar der ein oder andere am Projekt beteiligte Jugendliche auch später noch ein wachsames Auge auf die Haltestelle, schließlich ist es das eigene Werk, was das Wartehaus ziert”, sagt sie.

Jugendliche aus dem Stadtgebiet gestalten die Wartehalle am Neustädter SeeJugendliche aus dem Stadtgebiet gestalten die Wartehalle am Neustädter SeeJugendliche aus dem Stadtgebiet gestalten die Wartehalle am Neustädter See

Professionelle Hilfe bekamen die Jugendlichen dafür in einem zweitägigen Graffiti-Workshop mit dem Künstler Pawel Lickas und Torsten König, Streetworker des Magdeburger Jugendamts. In praktischen Übungen lernten die KünstlerInnen den richtigen Umgang mit den Spray-Dosen und gestalteten die Entwürfe für die Graffiti der Haltestelle “Neustädter See”.

Bis zum März 2017 werden Jugendlichen auch die Haltstellen “Krähenstieg” sowie “Neustädter Platz” individuell gestalten. Die Motive sollen jeweils einen Bezug zu den Jugendlichen und zum Stadtteil “Neustädter See” bzw. “Kannenstieg” haben. Dank der Kooperation mit den MVB können die Jugendlichen so ihren Stadtteil kreativ mitgestalten.

JUGEND STÄRKEN im Quartier

Das Projekt “Künstlerische Gestaltung von Haltestellen der MVB” wird im Rahmen des Programms “JUGEND STÄRKEN im Quartier“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), den Europäischen Sozialfonds und die Landeshauptstadt Magdeburg gefördert. Die Koordinierung des Projektes erfolgt durch die Landeshauptstadt Magdeburg; die Umsetzung erfolgt durch die gemeinnützige Outlaw GmbH.

Von der Idee zum Namen: Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH

Seit 1987 verhilft Outlaw Kindern, Jugendlichen und deren Familien zu ihrem Recht. Der Name Outlaw entstammt dabei der Idee, auch die jungen Menschen zu unterstützen, die nach vorherrschender gesellschaftlicher Meinung Regeln verletzt oder Grenzen gesprengt haben – also quasi außerhalb des Gesetzes leben, eben out law (engl.). Outlaw hieß auch der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff – und in zwei Wohngruppen im Raum Greven – wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Heute engagiert sich Outlaw in zahlreichen weiteren Tätigkeitsfeldern im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe – doch der Name und die Überzeugungen bleiben fest verankert: Denn damals wie heute ist das Ziel von Outlaw, für junge Menschen da zu sein, auch und gerade in besonders schwierigen Situationen.

Veröffentlicht am 12.10.2016.

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