Schnurbaum wird am Montag gefälltNews

Schnurbaum wird am Montag gefällt

Der Schnürbaum am SüdringDie MVB baut in der Wiener Straße eine neue Straßenbahnstrecke. Bei den Bauarbeiten wurde festgestellt, dass der im Kreuzungsbereich stehende Schnurbaum nicht zu halten ist. Am Montag soll der Baum gefällt werden.

Bei den aktuellen Bauarbeiten an der Kreuzung musste festgestellt werden, dass die Wurzeln des Schnurbaumes weit in den neuzubauenden Fahrbahnbereich hineinragen und nur 5 bis 10 cm unter der neuzubauenden Fahrbahn liegen.
Die MVB hatte daher das zuständige Planungsbüro beauftragt, Möglichkeiten zum Erhalt des Schnurbaumes zu untersuchen. Im Ergebnis aller Varianten musste festgelegt werden, dass die Fällung des Baumes die sinnvollste Variante ist.

Ein 2016 in Auftrag gegebenes Gutachten der Stadt attestierte dem Schnurbaum einen Erhaltungszustand der Schadstufe 3. Er gilt damit als stark beschädigt. Als maximale Reststandzeit werden 15 bis 20 Jahre prognostiziert, die aber laut Gutachter fraglich sind.

„In gründlicher Abwägung aller Vor- und Nachteile für alle Beteiligten, also Mensch, Umwelt und Verkehr, und unter der Beachtung der bereits fortgeschrittenen starken Schädigung des Baumes, ist es aus unserer Sicht unumgänglich, den Baum zu fällen“, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

Der MVB liegt mittlerweile eine Fällgenehmigung für den Schnurbaum vor. Am Montag, den 10. April soll der Baum an der Südring-Kreuzung dann gefällt werden.

Holz wird weiterverwendet

Das Holz des Baumes soll weitere Verwendung finden. „Bei der Sitzung der GWA-Sudenburg im März wurde der Wunsch laut, das Holz des gefällten Baumes weiterverwenden zu können. Dem Wunsch kommen wir gern nach. Wir werden das Holz zwischenlagern und der GWA zur weiteren Verwendung zur Verfügung stellen“, stellt Birgit Münster-Rendel in Aussicht.
Was konkret mit dem Holz passieren soll, will die GWA auf einer ihrer nächsten Sitzungen entscheiden.

Die MVB ist sich um die Bedeutung des Verlusts des einst standortprägenden Baumes bewusst. „Daher werden wir zwei neue große Schnurbäume an der Kreuzung pflanzen. Diese sollen den Bereich als Einfallstor nach Sudenburg deutlich aufwerten“; so Birgit Münster-Rendel weiter. Ein Schnurbaum soll am jetzigen Standort des alten Baumes gepflanzt werden, ein weiterer auf der gegenüberliegenden Straßenseite, sofern mit dem Grundstückseigentümer diesbezüglich Einigkeit erzielt wird.

Die neuen Schnurbäume sollen einen Stammumfang von 60 bis 70 cm und eine Baumkrone von 3 Meter Durchmesser haben sowie 7 Meter hoch sein. Die Kosten für die Neupflanzung werden auf ca. 20.000 Euro geschätzt.

Die Bauarbeiten an der Kreuzung gehen ungeachtet dessen weiter voran. Nach aktuellem Stand ist es weiterhin das Ziel, die Fahrspuren für die Autofahrer Ende Mai wieder freigeben zu können. Straßenbahnen fahren seit dem 1. April wieder in alle Richtungen.

Veröffentlicht am 07.04.2017.

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