Magdeburger VerkehrsbetriebeSchriftgröße einstellen
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Zum Museumswochendende des Vereins IGNah am 5. und 6. September 2009 kamen viele hunderte Besucher aus Magdeburg und Umgebung. Aber auch Fans aus Kiel, Hamburg, Bern, Prag und Liberec besuchten die Landeshauptstadt, um die Attraktion des Wochenendes, den Prager Tatra-Triebwagen des Typs T1, live im Sonderfahrbetrieb zwischen Museumsdepot und Sudenburg zu erleben. Zum Jubiläum „40 Jahre Tatra-Wagen in Magdeburg“ war es erstmals möglich, die „Großmutter aller Tatra-Wagen“ mit den in Magdeburg verkehrenden Wagen des Typs T4D zu vergleichen. Für das Straßenbahnwerk in Prag-Smichov war der Produktionsstart des Typs T1 ab 1951 der Beginn einer langjährigen Erfolgsgeschichte. Bis in die 1990-er Jahre entstand eine viele tausend Wagen umfassende Fahrzeugfamilie unter dem Namen Tatra, die heute noch in etlichen ostdeutschen und osteuropäischen Städten im innerstädtischen Nahverkehr unverzichtbar ist.
Den Prager Museumstriebwagen Nr. 5002 in Magdeburg auftreten zu lassen, wurde der IGNah dank des Engagements vieler Beteiligter möglich.
Neben diesem Höhepunkt gab es einen Sonderverkehr mit historischen Straßenbahnen. Auf der Linie 77 fuhren sie zwischen Museumsdepot und Messegelände. So konnten die Besucher bequem am Samstag zur Hauptwerkstatt Brückfeld gelangen, wo ausgewählte Bereiche und die historische Fahrzeugsammlung besichtigt werden konnten. Und nicht zuletzt gab es im Elbauenpark Gelegenheit für einen Abstecher zur OMMMA – Ost Mobil Meeting Magdeburg.
Das Geschehen im Museumsdepot wurde durch eine umfangreiche Ausstellung von Tatra-Wagen abgerundet: Vom historischen Tatra-Zug aus dem Jahr 1969 reichte die Palette über verschiedene Arbeitswagen bis zur noch im Linienbetrieb eingesetzten Kinderbahn.
Apropos: Der Sonntag war den Interessen der jüngeren Besucher gewidmet. Kinderschminken, Ballonweitflugwettbewerb und Glücksraddrehen sorgten für Fröhlichkeit. Und bei einem Pflastermalwettbewerb gab es eine Sonderfahrt mit der Kinderbahn zu gewinnen! Die Auswahl der Preisträgerinnen war nicht leicht, und so vergab die Jury zweimal diesen Preis an Marie-Christin und an Justine.
Beim Ballonweitflugwettbewerb flog der Luftballon von Jeremy bis ins ca. 200 km entfernte Nossen. Eine Hortgruppe fand den Ballon mit Postkarte und steckte diese in den Briefkasten. Damit gewann Jeremy diesen Wettbewerb und kann mit 55 Freunden mit der Kinderstraßenbahn durch Magdeburg düsen.
Veröffentlicht am 01.10.2009.