Magdeburger VerkehrsbetriebeSchriftgröße einstellen
MVB-Aktion “Das Leben fährt mit.”Es war im Oktober des Jahres 1965. Ich ging in die 9. Klasse der Heinrich-Heine Schule in der Thiemstraße. Wie es zur damaligen Zeit üblich war, mussten alle Schüler der oberen Klassen in den Herbstferien auf die Felder als Erntehelfer oder wurden zu anderen unentgeltlichen Arbeiten herangezogen, so auch unsere Klasse.
Wir bekamen eine sehr interessante Aufgabe zugewiesen…, die MVB bei einer Fahrgastzählung (ich glaube es war zur Einführung der ersten Fahrscheinautomaten in den Bahnen) zu unterstützen.
Unsere Aufgabe war es, Lochkarten an die Straßenbahnbenutzer auszuteilen bzw. wieder einzusammeln. Dabei traf unsere Gruppe Mädchen auf eine Gruppe Jungen aus einer Fermersleber Schule, die auf dem Weg zur Zwiebelernte bei einem Bauern waren. Doch einer der Jungen kam dort nicht an. Er half mir bei meiner Aufgabe, den ganzen Vormittag lang.
Aus diesen wenigen Stunden sind inzwischen 42 Jahre geworden und davon sind wir jetzt 37 Jahre verheiratet, haben 3 Söhne, 3 Schwiegertöchter und 3 Enkelkinder.
Was für uns aber das Schönste, aber auch das Verblüffendste an dieser ganzen Geschichte ist, mein Mann und 2 meiner Söhne arbeiten inzwischen schon viele Jahre als Straßenbahn- und Busfahrer bei den MVB. Somit haben die MVB nicht nur meinem Mann und mir das Glück gebracht, sondern auch dem Rest der Familie!
Das war sie also, meine kleine, ganz persönliche Geschichte zur Geschichte der MVB.
Autorin: Ute Gravert